Vogelparadies Helgoland

Jedes Jahr im März startet die Brutzeit vieler Vogelarten auf dem Lummenfelsen von Helgoland. Außerdem wird Helgoland das ganze Jahr über als Rastplatz von zahlreichen Vogelarten genutzt. Trottellumme, Basstölpel, Eissturmvogel, Dreizehenmöwe und Tordalk sind nur ein paar der Zugvögel, die jedes Jahr auf Deutschlands einziger Hochseeinsel zu sehen sind. Hier informieren wir über die verschiedenen Arten und geben Tipps zur Beobachtung.

Brutplatz Helgoland

Die über 1.000 Brutpaare der Basstölpel können an ihrem charakteristischen Aussehen erkannt werden: ein rahmfarbener Kopf, schwarze Flügelspitzen und ansonsten weißes Gefieder sind ihr Markenzeichen. Immer von März bis September brüten sie auf Helgoland. Die Dreizehenmöwe ist ab Ende März auf den Klippen zu sehen. Sie ist kleiner als andere Möwenarten und besonders gut an ihren schwarzen Flügelspitzen zu erkennen. Der Eissturmvogel fällt besonders durch seine einzigartigen Flugkünste bei Sturm auf, allerdings hat sich seine Population in den letzten auf Helgoland halbiert.

Im Gegensatz dazu ist die Trottellumme meist nur bis Mitte Juli auf dem nach ihre benannten Lummenfelsen anzutreffen. Die schwarzbraun und weiß gefiederten Vögel brüten ausschließlich auf Helgoland und haben hier mittlerweile eine Population von ca. 3.000 Paaren erreicht. Von Anfang Juni bis Anfang Juli findet der Lummensprung statt: hier springen die Jungtiere von den Klippen um dann von den Vätern auf die Nordsee gebracht zu werden. Auch der Tordalk brütet auf Helgoland, allerdings sind nur ca. 50 Paare vertreten.

Rastplatz Helgoland

Von Ende März bis Mitte Mai und von Ende August bis Anfang November können auf Helgoland am meisten Zugvögel beobachtet werden. Aber auch über die Sommermonate rasten Zugvögel auf der Insel, die ein Paradies für Vogelbeobachter ist. Besonders viele Vögel sind auf Helgoland anzutreffen, wenn das Wetter auf See schlecht ist und die Vögel ihre Reise unterbrechen müssen. Zu dieser Zeit lassen sich auch Vogelarten beobachten, die sonst in Deutschland eher selten zu sehen sind.

Spots zum Beobachten

Brutpaare kann man am besten vom Klippenrandweg aus beobachten. Dieser führt einmal um die Insel und ermöglicht auch Nahaufnahmen von Vögeln, ohne diese zu stören. Auch auf der Düne können gute Fotos gemacht werden, allerdings muss dabei darauf geachtet werden, die Stege nicht zu verlassen, um die Robben während der Wurfzeit nicht zu stören. Der Verein "Jordsand" bietet außerdem Informationsveranstaltungen und Führungen zu den einzelnen Brutplätzen an. Nähere Informationen finden Sie hier: helgoland.de/naturerlebnisse

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